Schulen, Sprache und Kultur
Die Art und Weise und das, was ein Gewissen für wahrnimmt, wird massgeblich von ideologischer Herkunft, Umgebung und eigenen selbstentworfenen Überzeugungen geprägt. Meines Erachtens gibt es vier grosse Schulen, Sprachen oder Kulturen die sich im Alltag vermischen.
Eine der vier Deutungsmöglichkeit ist eine rationale, logische also eine „wissend - rational“. Eine zweite ist, das transzendente und das Heilige Göttliche einbeziehend, also „glaubend - sakral“, eine Dritte Deutung, eine auf die Natur und seine Gesetzte achtende Intuitive, also ganzheitlich Naturalistisch oder eine holistische Betrachtungsweise. Diese Deutungsmöglichkeit möchte ich „verklärt - holistisch“ nennen. Die vierte Deutungsmöglichkeit soll eine spielerische, gestaltende und ordnende Deutung sein, deshalb nenne ich sie „weise - ordnend“.
Wissend – rational
Das Ge-, Wissen als rational erklärbare Funktion oder Instanz die, die Handlungen und Gedanken des Menschen moralisch deuten? Wissend rationale Menschen und ihre Schule nehmen ihr Ge-, Wissen als analytisches Instrument oder als Innerpsychischen Hemm-, oder Motivationsmechanismus war. Die Vernunft entscheidet über ihr ethisches Verhalten oder nicht Verhalten.
Der wissend – rationale Mensch und seine Schule betrachtet sein Ge-, Wissen als einen Ort wo das Gericht tagt. Mit logisch nachvollziehbaren Abläufen, Vorgänge und Schlüssen. Er ist nicht Ge-, Wissen sondern hat ein Gewissen. Welches er beobachtet und deren Regungen er mit dem Verstand einordnen und deuten kann.
Die Schule der Wissend – rationalen bilden ihr Ge-, Wissen auf Basis von Ursache und Wirkung, es soll Zweckorientiert und der Sache dienend und von Nutzen sein. Sie achten auf eine stabile innere wie äussere Ordnung. Ihre Ge-, Wissensquelle ist die Vernunft und deren Denkschemas. Sie Argumentieren aus ihrem theoretischen Intellekt heraus und kommen deshalb auch zu deren Schlüssen.
Ihr Gerichtshof, das Gewissen ist der Ort, und Beteiligter wo ihr denken und handeln beurteilt, verurteilt oder freigesprochen wird. Deren Abläufe und Vorgänge sind ihnen Vertraut und deshalb trauen sie Ihnen. Das Gewissen als Ankläger oder als Verteidiger?
Glaubend – sakral
Der Glaubend – sakrale Mensch und seine Schule betrachtet sein Ge- Wissen als Resonanzkörper als Kirche Gottes wo er die Gottes Stimme vernehmen kann? Oder das Ge-, Wissen als einen Kompass welchen ihn auf die höchste Autorität Gott ausrichtet. Die Werkzeuge der Spiritualität eröffnen dem Glaubenden – sakralen Menschen transzentente heilige Erfahrungen. Jesus – Gottes Sohn, Heiliger Geist und Gott Vater werden so zu realen Lebens-, und Lehrautoritäten die, die Glaubens-, und Gewissenswirklichkeit bestimmen. Die Spiritualität bringt das heilige – sakrale im Ge-, Wissen zum Vorschein.
Das Ge-, Wissen als Vorhoftor und Wächter zum heiligen, sakralen im Menschen drin? Der Glaubend – sakrale Mensch und seine Schule würden dies bestätigen. Der Glauben ist das Festhalten von in der Bibel definierten Lebensbildern wie Sohn, Geist und Vater, ein nachahmen dessen Charakteren und wirken in Gesellschaft und Umwelt.
Für die Schule der Glaubenden – sakralen ist das Ge-, Wissen der Ort wo Reinheit, Unreinheit und Gut und Böse erlebt und erfahren wird. Ein reines Gewissen zu empfinden bedeutet ein ruhiges, gutes Ge- Wissen vor Gott und seinen Mitmenschen zu empfinden. Die Bibel, deren Interpretation und Interpreten ist eine wichtige Inspirationsquelle zur Gewissensgestaltung.
Verklärt – holistisch
Das grössere Ganze im Alltag, im Wir und in der Natur, Schöpfung erkennen, sehen und sein Ge-, Wissen in diesem Kontext einordnen. Die Sprache und Wurzeln dieser Betrachtungsweise wurde massgeblich im Mittelalter geprägt und bis heute erhalten. Zum Beispiel geht das Charakter Einstufung Model der vier Temperamente (Choleriker, Sanguiniker, Phlegmatiker, Melancholiker) auf die vier Säfte Lehre des Mittelalters zurück.
Beim Thema Gewissen schimmert das vernetzt holistische und Ganze, das harmonische durch. Alles, was den Menschen ausmacht, ist geheimnisvoll zu einem ausgewogenen und abgestimmten Ganzen verwoben. Papst Benedikt XVI sagte in seiner Ansprache im Berliner Reichstagsgebäude am 22.09.2011: »Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muss und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur achtet, sie hört und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.«.
Menschen in der Schule „das verklärt - holistisch“ betrachten das Ge-, Wissen mit ihrem praktischen Intellekt als ein angeborenes Naturgesetz im Menschen drin. Dieses Naturgesetz steht in harmonischer Verbindung mit seinen Mitmenschen, dem Gemeinschaft` s Ge- Wissen und der Natur. Dieses Naturgesetz ist, eine Richtschnur, ein vorgepfadeter Weg eine Art zehn Gebote der Bibel die jedem Menschen natürlicherweise innewohnt.
Das Gewissen als ein Konzertsaal wo das Orchester, eine Band ein schönes Musikstück spielt? Und das Gewissen als ein Musikinstrument des Orchesters, der Band welches ein Teil der wiedergegebenen Harmonie und Struktur ist? Diese Schule würde das Ge-, Wissen so sehen.
Weise – ordnend
Der weise und ordnende Zugang versteht das Ge-, Wissen als ein lernender, sich weiter Entwickelnden Weg. Und bezieht eine künstlerische, gestaltende und spielerische Komponente mit ein. Dies mit dem Ziel eine Ordnung und eine (innere) Struktur zu finden, die Weiten, Welten und Wege eröffnet, die zu einem guten, weisen und schönen Ergebnis führen.
Das Ge-,Wissen als Spieler, als Schachspieler der Werte, Normen und Autoritäten, Zug um Zug emotionalisiert, deutet, und hierarchisiert?
Das Gewissen als eine künstlerisch Gestaltende Anlage und Veranlagung zu sehen, als Ursprungsort von geordneter Kreativität. Als Ursprung von Poesie, von Gedichten, Bilder und Skulpturen. Also Werke mit einer klaren inneren Ordnung und inneren Aufbau. Das Ge-,Wissen ist eben Veranlagung aber auch lernende Anlage, die neues gestalten, ordnen und entwickeln will und kann.
Wie ein Maler der ein Bild zeichnen will, sich zuerst auch für das Material, die Art & Weise und das Sujet entscheiden muss, mit denen er Arbeitet. So geht auch der Weise – ordnende an sein Gemälde, den Ge-,Wissensentscheid.
Inspiriert wurde ich aus vier Sprach und Kulturzentren, Athen (griechisch), Rom (lateinisch), Jerusalem (hebräisch) und ergänzt durch Persienpolis / Teheran (persisch). Zu mindestens die ersten drei gelten als, Wiege unseres Denkens und Sein.