Begriff

Das Wort „Gewissen“ stammt laut Duden vom mittelhochdeutschen Wort: „Gewiʒʒen(e), oder gewiʒʒenī (Althochdeutsch) abgeleitet. Dies stammt vom Lateinischem „conscientia“ ab. Welches wiederum vom griechischen «syneídēsis» Lehnübersetz wurde. Was mit: „(inneres) Bewusstsein“ eigentlich = „Mitwissen“ übersetzt werden kann.

Das „Mit“ leitet sich vom „con“ des „conscientia“ ab und kann auf in Bezug auf „mit sich selber, in Bezug auf „mit Mitmenschen“ aber auch in Bezug auf „der Umwelt“ bezogen werden. Dies im öffentlichen wie privaten Raum, individuell oder als Gemeinschaft. Der zweite Teil des Wortes conscientia, das scientia welches mit wiʒʒen übersetzt wurde. Laut Duden kann Wissen mit: „Wissen ist Kenntnis von etwas“ und „Gesamtheit der Kenntnisse, die jemand auf einem bestimmten Gebiet hat“ beschrieben werden. Das Google Wörterbuch1 erklärt das Wort Wissen mit: „1. durch eigene Erfahrung oder Mitteilung von außen Kenntnis von etwas, jemandem haben, sodass zuverlässige Aussagen gemacht werden können, und 2. über jemanden, etwas unterrichtet sein; sich einer Sache in ihrer Bedeutung, Tragweite, Auswirkung bewusst sein“.

Gesellschaftlich wird das Gewissen heute vor allem als eine dynamische Instanz zur Reflektion die uns (unsere Triebe) kontrolliert betrachtet. Also eine Veränderbare Instanz die sich an Regel Konsense halten und Rechtsgehorsam leisten soll. Das Gewissen als Kontrollinstanz, mit der es uns gelingt, eine konstante Persönlichkeit zu sein und zu bleiben. So haben Bodo Pieroth und Bernhard Schlink in ihrem Buch: „Grundrechte. Staatsrecht II“ das Gewissen folgendermassen definiert:

„Das Gewissen ist eine moralische Haltung oder innere Instanz, die die personale Identität eines Menschen mitkonstituiert und ihm subjektiv bindend vorschreibt, in einer bestimmten Situation Handlungen als gut oder gerecht zu tun bzw. als böse oder ungerecht zu lassen”.

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