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Der intuitive Eisbärenforscher und der Hunger des Eisbären

Vor einigen Jahren las ich eine wahre Geschichte von zwei Eisbärenforscher. Einer der Forscher rühmte seine intuitive Verbindung mit den Eisbären.

Ich stellte mir vor, wie er fühlen könne wie die Eisbären fühlen und er wusste was sie denken. Der andere Eisbärenforscher forschte konventionell rational und mit mehr Distanz. Eines Tages wurde die Verbindung des intuitiven Forschers mit den Eisbären «innig» sehr innig. Ein Eisbär stillte sein Hunger am Forscher und frass in auf.

Mich begleitet diese Geschichte seit ich sie gelesen habe. Kommen doch zwei verschiedene Wege der Eisbärenforschung in dieser Geschichte zusammen. Die sich im Idealfall ergänzen. Nämlich die des «intuitiven Forschen» und die des «rationalen Forschens». Aus dem mitfühlenden und instinktiven forschen entsteht Erfahrung. Aus dem rationalen Forschen entsteht Erkenntnis. In der vergangenen Zeit bin ich achtsam geworden um zu einer stimmigen Balance zwischen Erfahrung und Erkenntnis zu gelangen. Und ich möchte auch im Neuen Jahr in verschiedenen Bereichen Achtsam auf ein Gleichgewicht zwischen den beiden achten. Eines der Kernbereiche ist die Gewissens Forschung. Stimmt die Balance zwischen einer intuitiven Herangehensweise und einer rationalen? Stimmt die Distanz zum Thema «Gewissen» oder bin ich in Gefahr vom «Gewissens – Eisbär» aufgefressen zu werden? In unserem Gemüseanbau Projekt entstehen verschiedene Erfahrungen und Erkenntnisse. Hier gilt es besonders diejenigen zu entfalten welche Beziehungsfördernd, Effizienz in der Arbeit und Ertrag in Form von Gemüse und Beeren versprechen. Und zuletzt im spirituellen Bereich möchte ich vermehrt wieder «Erfahrungen» suchen und sie mit einer «rationalen» Herangehensweise mit der Bibel reflektieren. In allen Bereichen möchte ich wie der Eisbärenforscher intuitiv herangehen, rational erklärend sein und doch Distanz bewahrend. Damit der Eisbär seinen Hunger nicht an mir stillt und mich auffrisst.